Warum Entstehen Beim Deckenstreichen Streifen Und Wie Vermeidet Man Sie?
Kabelkanäle aus Kunststoff sind die einfachste Lösung für Mietwohnungen oder Wände, die nicht beschädigt werden dürfen. Sie lassen sich mit Klebeband oder Schrauben befestigen und überstreichen, wenn sie farblich angepasst werden. Wähle einen Kanal, der zum Kabelquerschnitt passt, sonst lässt sich der Deckel nicht schließen. Für Fußleisten gibt es spezielle Kanäle, die das Kabel aufnehmen und gleichzeitig als Sockel dienen. Ein häufiger Fehler ist, das Kabel zu knicken oder zu quetschen. Dadurch steigt der Widerstand, und bei hohen Lautstärken kann es zu Störgeräuschen kommen.
Beim Auftragen gilt: lieber zwei dünne Schichten als eine dicke. Eine zu dicke Schicht trocknet außen schneller als innen, bildet Risse und blättert ab. Pinsel oder Rolle in Richtung der Maserung führen, Kanten und Hirnholz zuerst behandeln, weil dort am meisten Feuchtigkeit eindringt. Hirnholz saugt besonders stark und braucht oft eine zusätzliche Schicht. Bei Temperaturen unter fünf Grad oder bei direkter Sonneneinstrahlung nicht streichen, sonst trocknet die Farbe zu schnell oder gar nicht richtig durch.
Bei Trockenbauwänden aus Gipskarton ist der Aufwand am geringsten. Hinter der Wand verläuft eine Tragkonstruktion aus Metallprofilen, dazwischen liegt Hohlraum. Mit einem Endoskop oder einem dünnen Draht prüfst du, ob der Bereich frei ist. Dann bohrst du oben und unten je ein Loch, führst ein Zugseil oder einen stabilen Draht ein und ziehst das Kabel durch. Achte darauf, dass du keine Dämmung oder Dampfsperre durchtrennst. Für Steckdosen und Anschlussdosen setzt du Hohlraumdosen, die von hinten gegen die Gipskartonplatte geklemmt werden.
Die drei Maße, die vor dem Kauf feststehen müssen Gemessen wird vom äußeren Ende des Zylinders bis zur Mitte der Stulpschraube, und zwar auf beiden Seiten getrennt. Diese beiden Werte ergeben die Gesamtlänge. Zusätzlich wird der Durchmesser des Zylinderkerns bestimmt, üblich sind hier mehrere genormte Größen. Passt der Durchmesser nicht, sitzt der Zylinder entweder zu locker oder lässt sich gar nicht einschieben. Ein Blick auf den alten Zylinder zeigt außerdem die Form der Nocke, denn sie muss zur Mechanik des Schlosskastens passen. Wer diese drei Angaben notiert, kann jeden passenden Zylinder einsetzen.
Die richtige Reihenfolge beim Streichen verhindert sichtbare Ansätze Zuerst werden die Kanten und Ecken mit dem Pinsel gestrichen, etwa zehn Zentimeter breit. Danach folgt die große Fläche mit der Rolle. Wichtig ist, in zusammenhängenden Bahnen zu arbeiten und den nassen Rand der vorherigen Bahn immer wieder zu überrollen, solange die Farbe noch feucht ist. Am besten teilt man die Decke gedanklich in Abschnitte von etwa einem Quadratmeter ein und streicht diese zügig hintereinander. Die Rolle wird dabei in leichten Zickzack-Bewegungen geführt und anschließend in einer Richtung ausgezogen. Wer zu langsam arbeitet oder Pausen macht, bekommt trockene Kanten, die sich später als Streifen abzeichnen. Ein weiterer typischer Fehler: zu wenig Farbe auf der Rolle. Das führt zu einem dünnen, ungleichmäßigen Auftrag, der beim Trocknen fleckig wird.
Bevor die erste Bahn Farbe auf die Decke kommt, muss der Untergrund vorbereitet sein. Alte, kreidende Farbschichten werden abgewaschen oder abgeschliffen, Risse mit passender Spachtelmasse gefüllt und die Fläche nach dem Trocknen leicht angeschliffen. Staub gründlich entfernen, sonst haftet die neue Farbe nicht gleichmäßig. Besonders wichtig: Die Decke vorher mit einer Grundierung behandeln, wenn sie stark saugt oder unterschiedliche Flecken aufweist. Eine ungleichmäßig saugende Decke führt später fast zwangsläufig zu einem fleckigen Ergebnis, das wie Streifen wirkt. Auch die Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit spielen eine Rolle – bei kalter Luft oder Zugluft trocknet die Farbe zu schnell und lässt sich nicht mehr sauber ineinander arbeiten.
Lautsprecherkabel, die offen an der Wand entlanglaufen, sehen unordentlich aus und sammeln Staub. Wer sie unsichtbar verlegen will, hat je nach Wandaufbau und Kabeltyp mehrere Möglichkeiten. Entscheidend ist, ob die Wand aus Gipskarton, Mauerwerk oder Beton besteht und ob die Kabel später noch erreichbar sein müssen. Ein Umzug oder ein Wechsel der Lautsprecherposition ist sonst mit stemmen verbunden.
HPL und Klebefliesen: Der Unterschied liegt im Untergrund HPL ist ein Schichtstoff, der auf einer Trägerplatte mit der Wand verklebt wird. Er ist hitzebeständig und stoßfester als Glas, verlangt aber eine völlig ebene Fläche. Fugen entstehen nur an den Plattenstößen und lassen sich mit passenden Profilen schließen. Wer hier spart und einfach auf die alte Fliese klebt, bekommt später Spalten, in denen sich Fett sammelt. Klebefliesen sind dagegen dünne Folien oder starre Elemente mit Selbstkleber. Sie eignen sich für Mietwohnungen, in denen nichts gebohrt werden darf, und für kleine Flächen. Auf Raufaser halten sie nicht; dort muss die Wand erst glatt verputzt werden.