Wann Armlehnen am Esstisch stören und wann sie sich lohnen?
Ein gedeckter Tisch muss nicht festlich sein, aber er soll funktionieren. Wer täglich isst, braucht eine Ordnung, die man ohne Nachdenken einhält. Die folgenden Regeln gelten für Alltag, Mittagessen und Abendbrot – unabhängig davon, ob es Suppe, Nudeln oder Brotzeit gibt.
Ein häufiger Fehler ist der zu klein gewählte Teppich. Viele orientieren sich nur an der Tischplatte und wundern sich, dass die Stühle beim Essen halb auf dem blanken Boden stehen. Ein anderer Fehler: den Teppich so groß wählen, dass er an Wände oder Schränke stößt. Dann knubbelt er sich, und die Kanten wellen sich. Achte darauf, dass rundum mindestens 20 cm Abstand zu Wänden oder Möbeln bleiben, damit der Teppich flach aufliegt.
Servietten gehören entweder links neben die Gabel oder auf den Teller. Stoffservietten lassen sich einmal falten und unter das Besteck legen; Papierservietten kommen flach auf den Teller, wenn kein Gang folgt. Salz und Pfeffer stehen in der Tischmitte, ebenso Butter oder Aufstrich. Wer diese Dinge an den Rand schiebt, muss beim Essen aufstehen. Das ist ein typischer Fehler in kleinen Küchen.
Nach dem Essen wird das Besteck nicht kreuz und quer abgelegt, sondern parallel auf den Teller gelegt, die Griffe zeigen nach rechts unten. Das signalisiert, dass der Teller abgeräumt werden kann. Gläser bleiben stehen, bis alle fertig sind. Wer täglich deckt, sollte sich eine feste Reihenfolge angewöhnen: Teller, Besteck, Glas, Serviette, Gewürze. So dauert das Decken keine zwei Minuten und der Tisch ist jeden Tag ordentlich.
Besteck und Gläser in fester Reihenfolge Das Besteck liegt parallel zum Teller, die Griffe zeigen zur Tischkante. Rechts vom Teller liegt das Messer mit der Schneide zum Teller, links die Gabel. Ein Löffel kommt nur dazu, wenn Suppe oder ein breiiges Gericht auf den Tisch kommt. Beim Alltagsgedeck reicht ein Glas, meist rechts oben neben dem Teller. Wer Wein oder Saft einschenkt, stellt das Glas dorthin, wo es nicht mit dem Messer kollidiert. Ein zweites Glas wirkt auf dem Küchentisch schnell überladen.
Für kleine Räume oder flexible Nutzung sind Stühle ohne Armlehne die sichere Wahl. Sie lassen sich platzsparend unter den Tisch schieben und stapeln. Für ein festliches Esszimmer, in dem Gäste länger sitzen, lohnen sich Armlehnen an den Stirnseiten des Tisches – dort stören sie am wenigsten. Eine gemischte Bestuhlung ist eine praktikable Lösung: zwei Armlehnenstühle für die Enden, vier ohne für die Längsseiten. So kombinieren Sie Komfort und Platzersparnis, ohne Kompromisse bei der Bewegungsfreiheit einzugehen.
Ein quadratischer Raum verzeiht weniger als ein rechteckiger. Bei sechs Personen an einem rechteckigen Tisch von 180 mal 90 Zentimetern benötigt der Raum mindestens 260 mal 260 Zentimeter, wenn der Tisch mittig steht und an allen Seiten Stühle genutzt werden. Ein schmaler Raum mit 200 Zentimetern Breite funktioniert nur, wenn der Tisch längs an einer Wand steht und die gegenüberliegende Seite frei bleibt. Dann sitzen drei Personen an der Wandseite und drei an der freien Seite. Das spart Platz, erschwert aber das Aufstehen für die Wandseite.
Die Wandfarbe im Esszimmer wirkt auf zwei Ebenen: Sie verändert die wahrgenommene Größe und Helligkeit des Raums, und sie beeinflusst die Stimmung am Tisch. Wer regelmäßig dort isst, merkt nach einigen Wochen, ob die Farbe zum Essen einlädt oder den Appetit bremst. Beides lässt sich planen, wenn man die Grundregeln kennt. Entscheidend sind Farbtemperatur, Sättigung und der Lichteinfall im Raum – nicht der Katalogname des Farbtons.
Buche ist hart, schwer und preislich meist günstiger, reagiert aber am stärksten auf Luftfeuchtigkeit. Sie arbeitet mehr als Eiche und Nussbaum. In beheizten Räumen mit trockener Luft schwindet Buche, die Fugen zwischen den Lamellen werden sichtbar. Bei hoher Luftfeuchtigkeit quillt sie auf. Wer Buche wählt, sollte die Luftfeuchtigkeit im Essbereich zwischen 40 und 55 Prozent halten. Ein Hygrometer hilft, den Wert zu kontrollieren. Ein häufiger Fehler ist das Aufstellen des Tisches direkt über einer Fußbodenheizung oder neben einem Heizkörper. Die einseitige Wärme verzieht die Platte innerhalb eines Winters.
Der Teller steht etwa zwei Fingerbreit von der Tischkante entfernt, mittig vor dem Sitzplatz. Beim täglichen Essen reicht ein flacher Teller; Suppe kommt in eine tiefe Schale, die auf einem Unterteller steht. Wer Teller und Schale gleichzeitig hinstellt, ohne dass Suppe serviert wird, sorgt für unnötiges Hin und Her. Typischer Fehler: den Teller zu weit nach hinten schieben, sodass man sich beim Essen nach vorn beugen muss.
Die Wahl zwischen Esszimmerstühlen mit und ohne Armlehne hängt von drei Faktoren ab: der Größe des Tisches, der Nutzungsdauer und der Anzahl der Personen, die regelmäßig daran sitzen. Armlehnen erhöhen den Platzbedarf pro Stuhl erheblich. Rechnen Sie mit etwa zehn bis fünfzehn Zentimetern zusätzlicher Breite auf jeder Seite. Wer vier Stühle an einem Tisch mit einer Plattenlänge von 140 Zentimetern stellt, merkt schnell: Mit Armlehnen wird es eng, ohne bleibt noch Platz für Serviergeschirr.