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Wenn Du Stoffreste Wegwirfst, Verlierst Du Diesen Praktischen Helfer
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Ein Utensilo ist ein genĂ€hter Stoffkorb, der ohne festen Rahmen in Form bleibt, weil der Boden und die Ecken sauber abgenĂ€ht sind. FĂŒr ein Modell mit etwa 12 cm Höhe und 14 cm KantenlĂ€nge reichen zwei StoffstĂŒcke von je 25 Ă 25 cm, dazu ein StĂŒck Volumenvlies oder Thermolam in derselben GröĂe. AuĂenstoff und Futter können aus Resten bestehen; wichtig ist, dass beide Ă€hnlich dick sind. Baumwollwebware lĂ€sst sich am einfachsten verarbeiten, dehnbare Jerseyreste verziehen sich an den Ecken und sollten nur verwendet werden, wenn beide Lagen gleich elastisch sind.<br><br>Zuerst wird die Biesenlinie auf dem Stoff markiert. Bei feinen Biesen genĂŒgt ein Abstand von zwei bis drei Millimetern zwischen den Faltkanten. Mit Kreide oder einem Heftfaden lassen sich die Linien ĂŒbertragen. Ein hĂ€ufiger Fehler ist, die Markierung zu grob zu setzen: Schon ein Millimeter Abweichung fĂ€llt spĂ€ter als schiefes Muster auf. Wer zum ersten Mal Biesen nĂ€ht, sollte die Linien auf einem ReststĂŒck ĂŒben und den Stoff dabei nicht dehnen.<br><br>Ein Utensilo ist ein genĂ€hter Stoffkorb, der auf dem Tisch steht oder an der Wand hĂ€ngt und Kleinkram aufnimmt. Die Form entsteht aus einem Rechteck, das an den Ecken abgenĂ€ht wird. Wer regelmĂ€Ăig nĂ€ht, hat genug Reste dafĂŒr. Wer nicht nĂ€ht, kauft sich meist einen, der nach zwei Jahren ausbleicht. NĂ€hen lohnt sich, weil die GröĂe genau passt und der Stoff zum Rest der Einrichtung passt.<br><br>Wer diese Reihenfolge einhĂ€lt, bekommt Falten, die auch nach vielen WĂ€schen stehen. Wer eine der Stufen ĂŒberspringt, sieht das Ergebnis spĂ€testens nach dem ersten BĂŒgeln von der linken Seite.<br><br>Wende den Korb durch die Ăffnung, forme die Ecken mit einem stumpfen Gegenstand aus und bĂŒgele die Kanten sorgfĂ€ltig. Die Wendeöffnung schlieĂt du mit einem unsichtbaren Matratzenstich oder knappkantig mit der Maschine. Ein hĂ€ufiger Fehler ist, das Futter nicht zu bĂŒgeln, bevor es in den AuĂenstoff kommt. Dadurch liegen die Lagen nicht glatt aufeinander und der Korb wirft Falten. BĂŒgle nach jedem Arbeitsschritt, nicht erst am Ende.<br><br>Die Ăffnungen fĂŒr die Kordel liegen links und rechts der vorderen Mitte. Mit einem Nahttrenner werden die Stiche des Tunnels an genau diesen Stellen aufgetrennt â nur so weit, dass die Kordel bequem austreten kann. Wer zu groĂe Löcher macht, riskiert ein Ausfransen. Ein Tropfen Textilkleber oder ein kurzer Zickzackstich um die Ăffnung stoppt das. Die Kordel wird mit einer Sicherheitsnadel durch den Kanal geschoben, dann beide Enden verknotet. Ein Kordelstopper aus Kunststoff hĂ€lt den Zug spĂ€ter fest, ohne dass man einen Doppelknoten braucht.<br><br>Biesen sind schmale, exakt gefaltete Stoffstreifen, die einer glatten FlĂ€che Relief geben. Anders als eine einfache Falte werden sie vor dem NĂ€hen sorgfĂ€ltig gebĂŒgelt und meist paarweise oder in Gruppen angeordnet. Wer Biesen nĂ€hen will, braucht vor allem Geduld beim Vorbereiten. Der eigentliche NĂ€hvorgang ist kurz, die Arbeit davor entscheidet ĂŒber das Ergebnis.<br><br>Beim Zuziehen zeigt sich, ob der Tunnelzug funktioniert. Die Kordel sollte mit leichtem Widerstand gleiten, nicht klemmen und nicht von selbst aufgehen. Wenn sie reiĂt, liegt es fast immer an einer zu engen Naht oder an einer scharfen Kante im Stoff. Ein Blick auf die Innenseite des Tunnels hilft: Dort dĂŒrfen keine Stofffasern in den Kanal ragen. Wer den Beutel wĂ€scht, sollte die Kordel vorher herausnehmen oder zumindest die Enden sichern, damit sie sich nicht im Trommelinneren verheddert.<br><br>Ein Beutel mit Kordelzug lebt von einem einzigen Detail: dem Tunnelzug. Wenn er zu eng sitzt, lĂ€sst sich die Kordel kaum bewegen, wenn er zu weit ist, rutscht der Stoff und die Kordel verliert den Halt. Wer den Tunnelzug richtig anlegt, bekommt einen Beutel, der sich mit zwei Fingern öffnen und schlieĂen lĂ€sst und auch nach vielen WaschgĂ€ngen nicht ausleiert.<br><br>Zuerst bĂŒgelst du das Volumenvlies auf die linke Seite des AuĂenstoffs. Ohne diese Fixierung verrutscht die Einlage beim NĂ€hen und der Korb bekommt schiefe WĂ€nde. Lege AuĂenstoff und Futter rechts auf rechts, stecke die Kanten mit Nadeln fest und nĂ€he sie mit einer Nahtzugabe von 1 cm zusammen. Lasse in der Mitte einer Seite eine Wendeöffnung von etwa 8 cm frei. Achte darauf, an den Ecken nicht zu frĂŒh abzubiegen, sonst entsteht dort spĂ€ter ein Loch.<br><br>Der BĂŒgelvorgang entscheidet ĂŒber die QualitĂ€t Nach dem Markieren wird jede Bies gefaltet und gebĂŒgelt, bevor die Nadel den Stoff berĂŒhrt. Die Faltkante liegt genau auf der markierten Linie. Mit einem feuchten Tuch und mittlerer Hitze lĂ€sst sich die Falte scharf ausdrĂŒcken. Wichtig ist, den Stoff nicht zu ziehen, sonst wellt sich die FlĂ€che nach dem NĂ€hen. Die gebĂŒgelten Biesen werden mit Stecknadeln oder HeftfĂ€den fixiert, damit sie beim NĂ€hen nicht verrutschen.<br><br>Die Naht, die den Unterschied macht Beim AnnĂ€hen des Tunnels wird knapp an der Innenkante entlanggenĂ€ht. Wichtig ist, am unteren Rand des Einschlags zu bleiben, nicht in der Mitte. Wer zu weit oben nĂ€ht, verengt den Kanal, und die Kordel blockiert. Vor dem NĂ€hen die Kordel einlegen und mit einer Sicherheitsnadel fixieren, damit sie nicht versehentlich mitgefasst wird. Ein hĂ€ufiger Fehler ist, den Tunnelzug erst nach dem ZusammennĂ€hen der Seiten zu formen: Dann muss die Kordel durch einen engen, bereits geschlossenen Kanal gefĂ€delt werden, was fast immer zu Frust fĂŒhrt. Besser ist es, den Tunnelzug vor dem SchlieĂen der Seiten vorzubereiten und die Kordelöffnungen mit kleinen Zickzackstichen zu verstĂ€rken.
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